ZahnentwicklungAllgemeinesDie Zahnentwicklung, und zwar sowohl der Milchzähne als auch der bleibenden Zähne, beginnt ca. 40 Tage nach der erfolgten Befruchtung der weiblichen Eizelle. In der 5.-8. Schwangerschaftswoche differenzieren sich die Zahnanlagen. Man unterscheidet dabei folgende Stadien: Zahnleiste, Knoten-, Kappen- und Glockenstadium . Die Ursachen des Zahndurchbruchs liegen vor allem im ansteigenden Wachstumsdruck, wobei sowohl der Zahn selbst als auch der Gesamtkiefer einem stetigen Wachstum unterworfen sind. Symptome des Zahndurchbruchs beim Kleinkind können u.a. sein:
Die Durchbruchzeiten der Milchzähne liegen zwischen dem 6. und 24. Lebensmonat, die Durchbruchzeiten der bleibenden Zähne zwischen dem 7. und 14. Lebensjahr, wobei der Weisheitszahn mit einem erheblich späteren Durchbruch eine Ausnahme darstellt. Die Unterkieferzähne brechen oft früher als die entsprechenden Oberkieferzähne durch. Zuerst im Durchbruch sind zumeist der 1. und 2. Schneidezahn, zuletzt der letzte Milchbackenzahn. Die Zähne werden nach Funktion und Aufbau unterschieden:
![]() Entwicklungsstörungen und Veränderungen der ZahnhartgewebeEs gibt sowohl primäre, angeborene Störungen und sekundäre, erworbene Veränderungen bezüglich folgender Kategorien: Die erste Kategorie umfasst Veränderungen in Form, Zahl und Größe der Zähne. Hier gibt es eine große Zahl von Krankheitsbildern, die mit einer Unterzahl, Überzahl oder Formgrößenveränderung von Zähnen einhergehen. Es gibt dabei angeborene Nichtanlagen, wie familiär gehäuftes Auftreten beim Fehlen der 2. Schneidezähne oder eine erworbene Über- oder Unterzahl aufgrund einer zufälligen lokalen Störung der Entwicklung im 2. Schwangerschaftsmonat (nicht erblich), wie sie beispielsweise bei den Lippen- Kiefer- Gaumenspalten vorliegt. Als Formveränderungen gibt es Verschmelzungen, Zwillingsbildungen oder die aus der Literatur wohl bekanntesten Formveränderung bei angeborener Syphilis: Die oberen mittleren Schneidezähne sind tonnenförmig aufgebaut und zeigen an der Schneidekante eine halbrundförmige Aussparung. Als zweite Kategorie kann man Störungen der Bildung der Zahnhartsubstanzen zusammenfassen, die u.a. bei Traumata, Infektionskrankheiten, Rachitis oder genetischen Defekten vorkommen können. Die Erscheinungsbilder können teilweise bis zum völligen Fehlen des Schmelzüberzuges gehen. Eine dritte Kategorie umfasst verschiedene Zahnverfärbungen . Hierbei gibt es Einlagerungen oder Auflagerungen. Ursachen können chemische oder traumatische Einflüsse oder innere Erkrankungen , vor allem der Leber, sein. Es gibt hell erscheinende Flecken, aber auch rötliche (z.B. Blut), gelb-bräunliche (z.B. Tetracyclinschäden), schwarze (z.B. Quecksilber) und selten auch grünliche Verfärbungen (z.B. Leberveränderungen). Die vorhandenen Schäden sind nicht reversibel (rückgängig), sie lassen sich ggf. nur mittels Überkronung oder durch prothetische Maßnahmen beheben. |
